Borderline – das gespaltene Selbst

Bei der Borderline-Störung handelt es sich um ein komplexes Syndrom, bei welchem tief greifende Störungen der Emotionsregulation, des Selbstbildes und der zwischenmenschlichen Interaktion zusammen wirken.

Was ist eine Borderline-Störung?

Bei der Borderline-Störung handelt es sich um ein komplexes Syndrom, bei welchem tief greifende Störungen der Emotionsregulation, des Selbstbildes und der zwischenmenschlichen Interaktion zusammen wirken. Die Störung beginnt meist in der mittleren Adoleszenz. In vielen Fällen bessert sich die Symptomatik im Laufe der Jahre. Risikofaktoren für Chronifizierung sind zusätzlicher Drogen- und Alkoholmissbrauch, das Vorliegen einer Posttraumatischen Stresserkrankung und hohe soziale Ängstlichkeit.

Die meisten Patienten berichten über Zustände rasch einschießender, äußerst unangenehmer Anspannung, die dann mittels Selbstverletzungen, Essanfällen, Drogen, Alkohol oder Hochrisiko-Verhalten vorübergehend beendet werden.

Emotionale Instabilität vom Typ Borderline – Was ist das genau?

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Die Borderline Persönlichkeitsstörung

Bei Menschen, die von einer Borderline-Persönlichkeitsorganisation (n. O. Kernberg) betroffen sind, wird davon ausgegangen, dass diese unter einem chronisch überdauernden Mangel an verinnerlichten Vorstellungen von sich selbst und anderen leiden: dem Syndrom der sogenannten Identitätsdiffusion.

Diese Identitätsdiffusion zeigt sich in der Schwierigkeit, sich selbst und andere Menschen tiefgreifend zu erfassen, sich beruflich ernsthaft zu engagieren, stabile Liebesbeziehungen einzugehen sowie ein normales Gespür für zwischenmenschliche Situationen und den dafür notwendigen Takt zu entwickeln. Immer wieder zeigen sich problematische Verhaltensweisen, insbesondere in zwischenmenschlichen Situationen, z. B. Arbeitsplatz, Familie, Schule, Freundschaften, Liebesbeziehungen, die wiederum ganz erheblich zum Chaos und letztlich Zusammenbruch in den Bereichen Liebe, Arbeit, Kreativität und soziales Leben führen. Ständig vorhandene starke Anspannungsgefühle, Impulsdurchbrüche, die nicht selten mit leichten bis schweren selbstverletzenden Verhaltensweisen einhergehen, sowie Suizidphantasien seien hier ebenfalls genannt.

Borderline ist kein Einzelschicksal.
Borderline ist Familiengeschichte.
Borderline ist ein Symptom des Umgangs miteinander.
Borderline geht uns alle an.