Wir beurteilen die Menschen nicht wie sie sind, sondern wie wir sind.

Schmerzen gegen die Schmerzen / Nichtsuizidales Selbstverletzendes Verhalten (NSSV)

Selbstverletzendes Verhalten ist gleichbedeutend mit einer funktionell motivierten Verletzung oder Beschädigung des eigenen Körpers, die in direkter und offener Form geschieht, sozial nicht akzeptiert ist und nicht mit suizidalen Absichten einhergeht.

Piercings oder Tätowierungen werden ebenso wie indirekte Verletzungen durch Substanzmissbrauch oder Essstörungen nicht als NSSV im eigentlichen Sinne verstanden. Ebenso wird Selbstverletzendes Verhalten im Rahmen geistiger Behinderung  oder Entwicklungsstörungen nicht als NSSV verstanden. 

Es ist ein Phänomen, welches im klinischen Alttag häufig auftritt. Nichtsuizidales Selbstverletzendes Verhalten (NSSV) ist  keine Neuerscheinung, sondern wurde bereits in verschiedenen Religionen und Kulturen vor über 2000 Jahren beschrieben. /

Charakteristisch bei Jugendlichen mit NSSV sind vor allem Schwierigkeiten in der Emotionsregulation.  Betroffene Jugendliche verfügen oft über keine anderen Möglichkeiten um ihre belastende Emotionen zu regulieren als sich selbst zu verletzen. Von NSSV sind überwiegend Jugendliche ab 14 Jahren betroffen. Zunehmend auch jüngere Kinder unter 12 Jahren. 

Dieses Verhalten ist oft mit großem Leid der Betroffenen und deren Familien verbunden.  Ein entstelltes Äußeres mit Narben, lebensbedrohlichen Verletzungen oder Infektionen sowie starke Schamgefühle gehören zu den negativen Kosequenzen  Selbstverletzenden Verhaltens.

Oftmals entwickeln sich  diese Verhaltensweisen im Kontext von stark belastenden Konflikten im sozialen Umfeld (Familie, Schule, Freunde) des  betroffenen Kindes oder des Jugendlichen. Oder die Konflikte entstehen spätestens mit Auftreten von NSSV und weiteren Begleitsymptomatiken.


Praxis Bärbel Jung

Friedrich-Ebert-Straße 48 
34117 Kassel

Telefon: 0561 570 598 30
E-Mail: praxis(at)baerbeljung.de

Über mich

Mein Name ist Bärbel Jung, ich lebe und arbeite in Kassel. 

Ich bin Mutter von 5 Kindern und arbeite in meiner freien Praxis als systemische Beraterin, systemischer Elterncoach, familylab-Seminarleiterin, Mediatorin, GFK-Kommunikationstrainerin, Angst-, Stress-Coach.
Ich bin Vorsitzende des BTK e.V. BorderlineTrialog Kassel e.V  und MG der DGPE Deutsche Gesellschaft für Psychoedukation/München